Aktuelles Schaufenster

Offene Arbeit in Theorie und Praxis

offene_arbeitNeues Themenheft aus der Reihe kindergarten heute wissen kompakt aus dem Herder Verlag

Immer mehr Kindertagesstätten arbeiten nach dem Konzept einer professionellen Öffnung ihres Hauses. Um hier umfassende und richtungsgebende Impulse zu setzen, ist ein neues Heft der Reihe kindergarten heute wissen kompakt "Offene Arbeit in Theorie und Praxis" veröffentlicht worden. Es ist den Herausgebern Gabriele Haug-Schnabel und Joachim Bensel gelungen, ausgewiesene Experten für Offene Arbeit für dieses Heft zu gewinnen, so dass ein kompakter Einblick in dieses spannende pädagogische Konzept gegeben werden kann, das den Kindern besonders vielschichtige Erfahrungs- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten kann.

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Gesunde Gewalt. Wie aggressiv dürfen Kinder sein?

Die Frage "Sind Kinder gleich aggressiv oder verhaltensgestört, wenn sie hauen, treten oder schreien?" erörtert SWR2 Wissen-Redakteur Mirko Smiljanic mit der Verhaltensbiologin Dr. Gabriele Haug-Schnabel von der Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen aus Kandern und anderen Teilnehmern der Sendung: Gabriele Haug-Schnabel stellt dar, dass Kinder für ihre gesunde Entwicklung Regeln brauchen, die ihnen aufzeigen, dass man hiermit auch Aggressionen eindämmen kann (z.B. Stopp-Regel). Aggressionen sind Teil unseres Lebens und begegnen Menschen jeden Alters immer wieder. Diese Situationen kann man in die richtigen Bahnen lenken, indem man lernt, seine Gefühle zu erkennen und wahrzunehmen, sich in andere hineinzuversetzen, und dass man Konflikte nicht automatisch aggressiv und/oder mit Gewalt austragen muss.

Hier können Sie sich den Bericht zur Sendung aufrufen: Gesunde Gewalt - Wie aggressiv dürfen Kinder sein? [Bericht aufrufen]

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Hier kommen Sie zum Manuskript der Sendung: SWR2 Wissen - Gesunde Gewalt [Manuskript herunterladen]

Schlüsselsituationen in der Krippe konzeptionell verankern / nifbe-Themenheft Nr. 28

In einem Interview mit Karsten Herrmann (nifbe) stellt Gabriele Haug-Schnabel dar, was für Kleinstkinder in der Krippe wichtig ist in Bezug auf Eingewöhnung, Interaktionen mit den Fachkräften, dem Miteinander der Gleichaltrigen und der Weiterqualifizierung der Teams.

Klicken Sie hier, um das Interview zu lesen. [Interview aufrufen]

In diesem Zusammenhang ist eine aktuelle Veröffentlichung von Gabriele Haug-Schnabel erschienen, die die "Schlüsselsituationen in der Krippe" veranschaulicht: Wie kann man die Qualität der pädagogischen Arbeit im Dialog in den Teams selbst und zusammen mit den Eltern voranbringen? Anhand von Schlüsselsituationen in der Arbeit mit Kindern unter drei können Betreuung und Bildungsprozesse begleitet und weiterentwickelt werden. Die Qualität dieser gestalteten Momente und ihre konzeptionelle Verankerung im Alltag hilft den Kindern, anstehende Entwicklungsaufgaben zu bewältigen.

Klicken Sie hier, um das Themenheft Nr. 28 zu bestellen. [nifbe-Themenheft Nr. 28]

KiWo-Skala Schulkind jetzt verfügbar

Die Einschätzskala KiWo-Skala Schulkind, die bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung für Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren angewandt werden kann, ist nach einem erfolgreichen 10-monatigen Praxisdurchlauf und anschließender Evaluation jetzt verfügbar.

Entwickelt von der Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen (FVM) im Auftrag des KVJS Baden-Württemberg erleichtert die KiWo-Skala Schulkind eine mögliche Kindeswohlgefährdung frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren. Es wird empfohlen, die KiWo-Skala Schulkind und die Begleitmaterialien in der Praxis zu verbreiten, die noch nicht über ein entsprechendes (zuverlässiges) Einschätzungs- und Dokumentationsverfahren im Kinderschutzbereich verfügen.

Der KVJS bietet eintägige Schulungen zur Struktur der Skala, zum Hintergrund der relevanten Anhaltspunkte und Gefährdungsmerkmale wie zum planvollen Vorgehen bei vorliegendem Gefährdungsverdacht an.

Unterlagen zur KiWo-Skala Schulkind können Sie beim KVJS herunterladen oder aber schriftlich anfordern. ⇒Link zum KVJS / KiWo-Skala Schulkind

Hinweis zum Vortrag

Vortrag auf KIFO Tagung der Caritas Linz am 16. Februar 2016, Linz, Oberbank Donau-Forum

Klicken Sie hier, um den Vortrag zu sehen. [Vortrag aufrufen]

"Lern- und Lebensräume für Kinder schaffen und gestalten"

Auf der KIFO-Tagung der Caritas Linz zum Thema "Kinder und Jugendliche voll Vertrauen wachsen lassen" stellte die Verhaltensbiologin und Ethnologin Dr. Gabriele Haug-Schnabel in ihrem Vortrag die Möglichkeit vor, "Lern- und Lebensräume für Kinder schaffen und gestalten" zu können. Sie vertritt dabei die Grundhaltung, dass Kinder ihre Erfahrungen selbst machen sollen, ohne von Erwachsenen - auch Entwicklungsbegleiter genannt - in von diesen vorgegebene Richtungen gedrängt zu werden. Die Kinder können auf diese Art am meisten und am nachhaltigsten lernen. Dabei spielt eine große Rolle, dass Kinder die Aufmerksamkeit eines Erwachsenen durch Worte oder Gesten auf bestimmte Dinge ziehen, die Kommunikationsfähigkeit als Kernkompetenz somit in den Mittelpunkt gestellt wird, durch Mimik und Gestik erweitert und gefestigt wird, und die Fachkraft mit dem Kind in engen Kontakt tritt. Dabei sollte der Erwachsene allerdings die optimale Beantwortungspädagogik im Blick haben, nämlich nur dann zu reagieren bzw. zu helfen, wenn es für das Kind nötig ist. Kinder lernen am effektivsten und nachhaltigsten durch Interaktion und im Zusammensein mit anderen Kindern. Das Kind sollte seine Erfahrungen an allen Lernorten und in allen Situationen selbst machen dürfen und nicht durch Erwachsene beeinflusst werden. Dies geht bis hin zu den Mahlzeiten-Situationen, an denen das Kind selbst entscheiden darf, wann, wie viel und von was es essen möchte, um auch schon dann Erfahrungen mit Hunger und Sättigung machen zu können, bevor die Bedeutung dieser Wörter dem Kind überhaupt klar ist.

Dr. Gabriele Haug-Schnabel (Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen, Kandern)

Hinweis zum Interview

Liewo, Die Sonntagszeitung, Vaduz, Lichtenstein

Liewo, 1. Februar 2015, Interview der Woche

Lesen Sie hier das gesamte Interview. [Interview aufrufen]

Begleitendes Interview zum 25-jährigen Jubiliäum des Eltern-Kind-Forums am 8.2.2015 in Vaduz, Lichtenstein

Bei der Entwicklungsbegleitung von Kindern geht es um die Frage, wie man Kinder ermutigend und respektvoll zur Seite stehen kann auf ihrem individuellen Entwicklungsweg, aber auch Eltern dabei zu unterstützen, ihren eigenen, für das Kind passenden, Weg zu finden. Die Kinder sollen weder unter- noch überfordert werden, sondern selbst durch beiläufiges und absichtsfreies Lernen ihren eigenen Weg finden, der sie ihr gesamtes Leben dazu motiviert, sich auf Neues einzulassen.

Michael Winkler im Gespräch mit Joachim Bensel (Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen, Kandern)

Sendehinweis Radio

RAI Sender Bozen

Morgentelefon

RAI Sender Bozen, Samstag, 15.02.14, 7:30-7:41 Uhr

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Wie viele deutschsprachige Kinder sind in Südtirols deutschsprachigen Kindergärten?

Begleitendes Gespräch zur Tagung "Bildungswelt Kindergarten" am 15.2.2014 in Bozen, Südtirol

Die heutige Situation in deutschsprachigen Kindergärten in Südtirol ist, dass oft Eltern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, ihre Kinder in deutschsprachige Kindergärten geben, um ihnen durch eine weitere Sprache bessere Bildungschancen bieten zu können. In diesen deutschsprachigen Kindergärten sind mitunter jedoch oft nur wenige Deutsch sprechende Kinder. Christa Messner, die Kindergarteninspektorin, empfindet dies nicht als Nachteil, sondern meint, dass das Kind immer im Mittelpunkt des Geschehens steht, seine Bedürfnisse und Interessen beobachtet und beantwortet werden, egal welche Sprache es spricht. Die Kindergärtnerinnen sprechen deutsch mit den Kindern. Auch durch z.B. Altersvielfalt (Kinder von 2-6 Jahren) entstehen Unterschiede in vielen verschiedenen Dimensionen, die Pädagoginnen konzentrieren sich nicht nur auf die Sprache, sondern auf eine vielseitige Beziehung, die sie zu dem Kind aufbauen. Dafür allerdings - dies sehen Messner und Haug-Schnabel gleich - müsste der Betreuungsschlüssel einheitlich besser werden, im optimalen Fall sollte er bei 1:6 liegen.

Die Südtiroler Kindergärten haben, so Haug-Schnabel, sehr engagiertes Personal, vielfältige Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Integrationskräfte für Sprachen, einen im Vergleich zu vielen anderen Ländern selbstverständlichen Umgang mit Inklusion und Diversität, eine Professionalität, von der viele lernen können. Allerdings ist der Betreuungsschlüssel deutlich zu verbessern.

Welche Sprache gesprochen wird, spielt zum Beispiel bei Kindern, die mit einigen Monaten in eine Krippe kommen und noch gar nicht sprechen, keine große Rolle. Wichtig ist, dass die Erzieherin dem Kind über Gestik und Mimik signalisiert: Ich verstehe Dich! Die Erfahrung zeigt, dass auch Kinder, die eine andere Muttersprache sprechen, am Ende der Kindergartenzeit - auch mit wenigen deutschsprachigen Kindern im Kindergarten - recht gut Deutsch verstehen und sprechen.

Nina Schröder im Gespräch mit Christa Messner (Kindergarteninspektorin beim Deutschen Schulamt in Südtirol) und Gabriele Haug-Schnabel (Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen, Kandern)

Hinweis zur Tagungsseite

Tagung "Bildungswelt Kindergarten", Bozen, Südtirol am 15.2.2014

Rückblick und Fotos zur Tagung "Bildungswelt Kindergarten"

Hier klicken für den Link zur Tagungsseite

Sendehinweis Radio

Radio Kärnten Family

Kinder stärken

ORF Radio Kärnten, Freitag, 03.01.14, 14:00-16:00 Uhr

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Was brauchen Kinder heute? Gabriele Haug-Schnabel sagt: Vor allem die Stärkung ihrer Individualität!

Häufig beobachtet die Verhaltensbiologin in Kindertagesstätten, um zu erfahren, wie die Kinder miteinander agieren und wie die Erwachsenen-Kind-Interaktion aussieht. Welches Verhalten zeigt das Kind, wie kann es sein Interesse an etwas ausdrücken und wie wird es vom Erwachsenen beantwortet? Auch die Raumgestaltung und -nutzung spielen während einer Beobachtung eine besondere Rolle.

Kinder bräuchten - auch außerhalb der Familie - Sicherheit und Stärkung ihrer Person, ihrer Individualität. "Das Kind legt die Skala an, nicht der Erwachsene." Schon Kleinkinder sollten merken, dass sie sich und ihren Tag selbst organisieren können und dürfen, indem sie ihre eigenen Pläne umsetzen dürfen.

Das erste Lebensjahr zu Hause bei Mutter und Vater verbringen zu können, sei ganz wichtig, um Bindungen aufzubauen, Vertrauen zu lernen und dem Kind Sicherheit zu geben. Rund um den zweiten Geburtstag tue es dem Kind aber gut, eine Einrichtung besuchen zu können, in der es auf andere Kinder in unterschiedlichen Entwicklungsstadien treffe. Je individueller die Erwachsenen auf die Kinder eingehen können, desto besser könne das Kind über die Jahre eine Sozialkompetenz entwickeln, die es offen mache und die Individualität anderer anerkenne. Jeder Mensch habe eigene Fähigkeiten und Bedürfnisse. Deshalb sei es wichtig, den "Personal-Kind-Schlüssel" (Anzahl der Kinder pro Betreuer) an die jeweilige Zusammensetzung der Gruppe anzupassen, damit kein Kind zu kurz käme.

Margit Weixelbraun-Piskaty im Gespräch mit Gabriele Haug-Schnabel (Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen)

Sendehinweis Radio

Deutschlandfunk Lebenszeit

Immer früher in die Kita. Was ist gut fürs Kind?

Deutschlandfunk, Freitag, 01.11.13, 10:10-11:30 Uhr

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Schon vor der Geburt stellt sich Eltern oft die Frage, ab wann sie ihr Kind in den Kindergarten geben sollten. Kann der Kindergarten meinem Kind unter drei Jahren schaden? Kann ich die Kleinen schon so früh in fremde Hände geben? Berichte über die Vor- und Nachteile der Kita-Betreuung von Kleinkindern unter drei Jahren sorgen für Verwirrung bei den Eltern, die ja eigentlich nur das Beste für ihr Kind wollen. In der Vergangenheit blieben die Frauen zu Hause und kümmerten sich um ihren Nachwuchs. Heute sind viele Mütter berufstätig und auf die Kita oder eine Tagesmutter angewiesen.

Entwicklungspsychologen und Verhaltensforscher meinen, dass die Entwicklung der Kleinen in einer Kita nicht zwangsläufig leidet, wenn das Personal entsprechend ausgebildet ist und die Einrichtungen räumlich und organisatorisch auf die neuen Rahmenbedingungen eingestellt sind. Aber genau hier hakt es oft, passt der Personalschlüssel nicht unbedingt zu den Bedürfnissen der ganz Kleinen. Sie benötigen mehr Platz, mehr Struktur, andere Spielzeuge und eine intensivere Betreuung. Sind die Eltern von heute "Rabeneltern", weil sie ihre Kinder schon so früh den Erzieherinnen und Erziehern anvertrauen? Oder fördert die frühe externe Betreuung vielleicht sogar die Selbstständigkeit der Kinder? Welche Rolle spielt heute noch das traditionelle Rollenverständnis von Eltern? Sind Kitas und Erzieherinnen für die Betreuung von unter Dreijährigen vorbereitet?

Bettina Schmieding im Gespräch mit Maria Schröter (Leiterin Kindertagesstätte Pusteblume, Gronau), Vera White (Mutter eines Dreijährigen, der bereits mit 10 Monaten in der Kita betreut wurde) und Joachim Bensel (Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen)

PromiK - Professionalität messen in Kitas

Gemeinsam auf dem Weg zu einer ausgezeichneten Frühpädagogik

Bestmögliche Bildung, Betreuung und Erziehung eröffnen Kindern eine große Chance für ihre Entwicklung - auch außerhalb der Familie. So zeigen wissenschaftliche Studien wie NUBBEK, dass gute Rahmenbedingungen und gelingende Prozesse in der Kindertagesbetreuung mit günstigen Entwicklungsverläufen einhergehen. Um allen Kindern bestmögliche Startchancen ins Leben zu bieten und resilienzsteigernde Erfahrungen außer Haus zu ermöglichen, ist die Betreuungsqualität entscheidend. Diese lässt sich dauerhaft nur durch ein professionelles, qualifiziert geleitetes Team erreichen, welches von qualitätsbewussten Trägern und Fachberatern unterstützt wird.

Mit PromiK (Professionalität messen in Kitas) hat die FVM zusammen mit Wehrmann Education Consulting ein innovatives, detailliertes Verfahren entwickelt, um Kindertageseinrichtungen und deren Träger wichtige Impulse auf ihrem Weg der Qualitätsweiterentwicklung zu geben. Auf Basis einer beobachtungsbasierten Evaluation, die u.a. die Fachkraft-Kind-Interaktionen, Raumgestaltung (innen und außen), Ausstattung und Tagesabläufe anhand zahlreicher Qualitätsindikatoren sowie die Unterstützungsarbeit durch Träger und Fachberatung in den Blick nimmt, erfolgt eine präzise Rückmeldung im Dialog mit Leitung und Team. Die Analyse zeigt konkrete einrichtungsspezifische Stärken und Ressourcen auf und gibt Anstöße für die Weiterentwicklung von Handlungsfeldern der täglichen Arbeit mit den Kindern, deren Potential noch nicht vollständig entfaltet ist.

Ausführliche Informationen zu PromiK finden Sie auf unserer PromiK-Webseite oder in unserem Flyer (hier herunterladen)Gerne können Sie uns auch anrufen (07626-970267) oder per E-Mail kontaktieren.

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