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Der Verdacht, frühzeitiges aufrechtes Tragen eines Babys würde Wirbelsäulenschäden verursachen, wurde bereits durch die erste Trage–Studie entkräftet. Auch die nachfolgende umfassendere und noch andauernde Langzeitstudie bestätigt dies. Die Studie erwies zudem, aufrechtes Getragenwerden in stark angehockter Beinhaltung ist ideal für die gesunde Entwicklung der kindlichen Hüftgelenke. Denn dabei ist der Oberschenkelkopf zentrisch zur Gelenkpfanne orientiert, was deren gesunde Entwicklung fördert und prophylaktisch, ggf. therapeutisch bei Gefahr der sog. angeborenen Hüftdysplasie wirkt.
Tragen fördert nicht nur die Eltern–Kind–Bindung, es regt auch die Sinneswahrnehmungen altersgerecht an, beeinflusst somit die kindliche Entwicklung positiv. Denn ein Baby spürt seine Eltern, hört Stimme und Herzschlag, erkennt ihre Mimik, kann sie in so engem Kontakt riechen. Ein Baby macht zudem die Bewegungen der Eltern mit, was das sog. propriovestibuläre System anregt, von man annimmt, dass es die Ausreifung der gesamten kindlichen Gehirnstrukturen besonders fördert.
Kirkilionis, E. (1997). Die Grundbedürfnisse des Säuglings und deren medizinische Aspekte – dargestellt und charakterisiert am Jungentypus Tragling. notabene medici 2 und 3, 61–66 und 177–121.
Kirkilionis, E. (1999). Ein Baby will getragen sein. München: Kösel, 7. Auflage.
Kirkilionis, E. (2000). Das Tragen eines Säuglings – eine kindgerechte Betreuungsmethode mit vielen positiven Effekten. Laktation und Stillen 3/Weiterbildung, 96–103.
Kirkilionis, E. (2004). Getragen in die Welt. 1–6. Mit dem Kind unterwegs – Eltern–Info, Sonderbeilage der Hebammen Zeitschrift.